Frank Kirschgens, Camera Acting, Berlin Mitte 08.12.2014

Ich bin über die Jahre tatsächlich steifer und unbeweglicher geworden. Das kommt einfach durch diese viele Arbeit im Sitzen und am Computer. Dies ist nicht gesund. Und man verliert deutlich an Beweglichkeit, Leichtigkeit und Ausdruck. Man limitiert sich.

Der Körper ist sehr wichtig für den Ausdruck. Nicht nur Text, Stimme, Gestik. Sondern die Spannung im Körper, die Möglichkeiten, die einem die Beweglichkeit bieten, Geschmeidigkeit, Haltung. Ich muss einfach jeden Tag daran arbeiten, meine Beweglichkeit Stück für Stück zu gewinnen und meine Leichtigkeit… Farida spricht es ja auch an…

Da müssen am frühen Morgen einfach die Übungen her. Stimme, Vokale, Konsonanten, Lippenflattern, Schultern heben senken etc. Das werde ich nicht hinbekommen, wenn ich es nicht jeden Tag in meinen Ablauf einbaue. Das muss eine Regelmässigkeit werden, wie wenn man Zähne putzt.

Eigentlich habe ich überhaupt nicht so schlecht gespielt.

Was ich brauche ist die Weichheit und Offenheit, das gezielte Lachen auf Leute… Das kann ich gut in den Tagesablauf einbauen und mich in die Richtung entwickeln und das verändert einen auch menschlich in der Rückkoppelung.

Frank Kirschgen sagt, wenn er jemanden sieht, dann erkennt er sofort ob er ein Schauspieler ist. Das sieht er an der Haltung. Beziehungsweise in dem was derjenige ausdrückt und der Haltung die zugrunde liegt. Auch wenn jemand den ersten Ton von sich gibt. Frank sagt, dass wäre so ähnlich wie bei der Stimme oder beim Gesang. Da hört ein Gesangslehrer oder Profi auch sofort ob jemand eine geschulte Stimme hat

Stimme und Sprechen, sollte man sich schulen lassen von einem Profi. Schauspiel lernt man am besten durch Beobachtung. Wir sollten uns in ein Cafe setzen und beobachten welche 10 Arten es gibt einen Cafe zu trinken. Oder welche 5 Arten wie einer geht… Das müssten wir dann im Repertoire bzw im Kopf haben um das dann über den Körper abzurufen

Viel viel beobachten und dies dann spielen.