Frank Kirschgens, Camera Acting, Berlin Mitte 15.11.2014

Frank Kirschgens, Camera Acting, Berlin Mitte 15.11.2014

Namen merken, aber auch was sie anhaben. Zuerst haben wir im Kreis unsere Namen genannt und dann mußten wir die Mitspieler benennen. Und dann sollten wir uns umdrehen und sagen, was manche von denen anhaben, Haarfarbe, Augenfarbe, Kleider, Schuhe, Accessoires. Das war ein gutes Spiel.

Frank Kirschgen hat in dem Zusammenhang gesagt, dass wir zu wenig unsere Augen nutzen und das Gesehene mit dem Memorisierten verknüpfen. Auch bei dem späterem Spiel, bei dem wir einen Satz wiederholen und einen weiteren Baustein hinzufügen sollten.

Wenn ich einen Namen von jemanden aufrufe dann präzise und entschlossen. Auch nicht unbedingt die Hand dazu nehmen. Sondern das muss durch meine Körperhaltung und meinen Ausdruck deutlich werden

Bei der ersten Aufnahme, bei der man sich vorstellen sollte. Ich habe irgendwie nicht so das Problem mit der Technik bzw der Kamera. Ich glaube das hat Frank Kirschgens auch gemerkt. Aber er hat dann schon darauf gelenkt mit der Fragestellung ob ich eventuell Problem in der Gruppe hätte. Bei mir ist das einfach so, dass wenn mir Leute fremd sind und in einer größeren Gruppe, dann bin ich gehemmt und dann bin ich nicht ich. Kamera selbst ist weniger das Problem für mich.

Interessant war es aber bei den anderen zu sehen. Sie haben sich durch die Kamera irritiert gefühlt. Auch Frank Kirschgens hat gesagt, für ihn wäre es vor einer großen Gruppe kein Problem aber komischerweise vor der Kamera bzw der Technik. Deswegen hat er sich auch mit dem Thema beschäftigt.

Mir ist aufgefallen, dass ich wenn ich über etwas erzähle, das mir Freude bereitet (in dem Fall habe ich über die Schauspielerei geredet und wieviele Kurse ich schon besucht hätte) ich plötzlich total locker werde, lache und strahle und dadurch auch total gut wirke. Wenn man über etwas erzählt, daß einen fasziniert, was einem ein Lächeln zaubert ist man authentisch und kommt gut rüber

Wenn ich gerade aus den Menschen anschaue, Lächele und insbesondere auch mit den Augen lächele, meinen Mund nicht verziehe und auch nicht zu viel in der Gegend rumschaue dann wirke ich sehr intensiv.

Ich habe schon Spielastik bei mir. Und das sind nicht nur die Augen sondern auch der Mund, den ich ständig verziehe… Das braucht es nicht. Auch im privaten. Also nicht genervt oder gestresst so viel den Mund verziehen. Das ist dämlich. Den Mund nur verziehen wenn ich lächle oder lache.

Klare Blicke werfen. Und nicht im Raum rumgucken. Obwohl wenn es gezielt ist, dann darf das spielerisch sein. Wie wenn ich nachdenke (in die Ferne), wenn ich traurig bin und an einen Menschen denke (auf den Boden schauen) und, und, und. Aber nicht unnötig ständig die Augen kreisen lassen, oder die Augenbrauen heben, oder ständig den Mund verziehen. Das ist dämlich. Wenn dann gezielt.